Dann mach ich eben etwas anderes

Wenn du eine Absage erhalten hast, musst du nicht gleich den Kopf hängen lassen. Stattdessen solltest du dir Alternativen suchen und überlegen, was du statt der Ausbildung, für die du dich beworben hast, machen willst.

Nach alternativen Berufen suchen


Manchmal ist es besser, es mit einem alternativen, d.h. einem ähnlichen Beruf zu versuchen, für den es nicht so viele Bewerber/innen gibt. Dies bietet sich beispielsweise dann an, wenn es in deiner Region kaum Ausbildungsstellen in deinem Wunschberuf gibt. Auch wenn deine Schulnoten nicht so gut sind, lohnt es sich, mal über weniger bekannte Berufe nachzudenken.

Tipp: Gehe doch (noch) einmal ins BERUFE-Universum auf www.planet-beruf.de. Dort findest du Berufe, für die du aufgrund deiner Stärken besonders geeignet bist und an die du vielleicht noch gar nicht gedacht hast. Schaue sie dir anschließend genauer an, z.B. auf www.planet-beruf.de unter "Berufe von A-Z".

Schulische Berufsausbildung


Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Berufsabschluss zu erwerben. Einige Berufe erlernt man in einer schulischen Ausbildung. Dazu besucht man eine Berufsfachschule. Zusätzlich leistet man mehrwöchige Praktika ab. Wenn dich eine schulische Berufsausbildung interessiert, solltest du mit deiner Berufsberatung sprechen.

Einen höheren Schulabschluss erwerben


Ein höherer Schulabschluss kann ein Vorteil bei der Bewerberauswahl sein. Willst du einen höheren Schulabschluss erwerben? Dann wende dich am besten an die Berufsberatung oder an deine Lehrkraft. Schaue auch mal in KURSNET - Das Portal für berufliche Aus- und Weiterbildung auf www.kursnet.arbeitsagentur.de nach. Wähle dafür "Erweiterte Suche" aus und dann im Feld "Bildungsbereich" "Allgemeinbildung mit Berufsbezug". Im Feld "Bildungsziel / Suchbegriff" gibst du den Schulabschluss ein, für den du dich interessierst.

Nachvermittlung


Für Jugendliche, die nach ihrem Schulabschluss bis zum 30. September noch keinen Ausbildungsplatz haben, gibt es die sogenannte Nachvermittlungsaktion der Kammern und der Agenturen für Arbeit. Mit der Nachvermittlungsaktion versucht man, Jugendlichen, welche noch einen Ausbildungsplatz suchen, die noch freien Ausbildungsstellen einer Region zu vermitteln. Die Berufsberatung hilft dir gerne.

Einstiegsqualifizierung (EQ)


Die Einstiegsqualifizierung ist ein sechs- bis zwölfmonatiges betriebliches Praktikum für förderungsbedürftige Jugendliche. Die Teilnahme an diesem Praktikum wird mit einem Zertifikat der Kammer bescheinigt. Während einer EQ lassen sich gegebenenfalls Qualifizierungsbausteine erwerben, welche unter bestimmten Voraussetzungen auf eine anschließende Berufsausbildung angerechnet werden können.

Dein Vorteil: Hier hast du die Chance, deine Fähigkeiten und dein Interesse bei einem Ausbildungsbetrieb unter Beweis zu stellen. Vielleicht nimmt dich ja gleich der Betrieb, bei dem du die Einstiegsqualifizierung absolvierst.

Du erwirbst auf jeden Fall Grundkenntnisse in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Weitere Informationen erhältst du bei deiner Berufsberatung.

Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB)


Eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme richtet sich an Jugendliche, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt, aber keine Ausbildungsstelle gefunden haben und sich auf einen Beruf vorbereiten möchten. Eine BvB dauert maximal zehn Monate und wird von der Berufsberatung vermittelt. In Einzelfällen sind Verlängerungen möglich. Zu Beginn der BvB findet eine Eignungsanalyse statt, während der du einen Einblick in verschiedene Berufsfelder erhältst.

Dein Vorteil: Die Berufsfelder und Tätigkeiten, die du kennenlernst, werden so ausgesucht, dass sie zu deinen Kenntnissen und Interessen passen. Bei Bewerbungen kannst du dann genau begründen, warum du einen bestimmten Ausbildungsberuf erlernen willst. Außerdem sammelst du bereits erste Erfahrungen in der Praxis.

Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)


Das Berufsvorbereitungsjahr richtet sich an Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz gefunden und die Berufsschulpflicht noch nicht erfüllt haben. Das BVJ wird von Berufsbildenden Schulen angeboten und dauert ein Schuljahr. Während eines BVJ erhältst du berufliches Grundwissen und absolvierst Praktika. Das BVJ wird nicht auf eine künftige Ausbildung angerechnet. Du kannst aber mit einer Zusatzprüfung einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Abschluss nachholen.

Dein Vorteil: Durch den Unterricht und verschiedene Betriebspraktika wird dir ein Einblick in verschiedene Berufsfelder vermittelt. Dies ist eine klasse Vorbereitung für eine Berufsausbildung und eine gute Möglichkeit, Kontakte zu Ausbildungsbetrieben zu knüpfen.

Berufsgrundbildungsjahr (BGJ)


Das Berufsgrundbildungsjahr richtet sich an Jugendliche, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt, keinen Ausbildungsplatz gefunden, sich aber bereits für ein bestimmtes Berufsfeld entschieden haben, z.B. für Elektrotechnik oder Hauswirtschaft, und nun einen Einblick in dieses berufliche Feld gewinnen wollen. Das BGJ wird von Berufsbildenden Schulen angeboten und dauert ein Schuljahr. Mit einer entsprechenden Zusatzprüfung kannst du sogar einen dem mittleren Bildungsabschluss gleichwertigen Abschluss nachträglich erwerben.

Dein Vorteil: Findest du im Anschluss einen Ausbildungsplatz in dem von dir gewählten Berufsfeld, kann dir unter bestimmten Voraussetzungen das BGJ sogar als erstes Ausbildungsjahr angerechnet werden.

Tipp: Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Angebote und verschiedene Bezeichnungen für BVJ und BGJ. Deine Berufsberatung hilft dir gerne!

Freiwillige Dienste


Freiwillige Dienste wie der Bundesfreiwilligendienst, das "Freiwillige Soziale Jahr" (FSJ) oder das "Freiwillige Ökologische Jahr" (FÖJ) sind eine sinnvolle Möglichkeit, um die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn zu überbrücken. Du tust etwas Gutes für die Gesellschaft und sammelst dabei wertvolle Erfahrungen. Viele Angebote stehen dir aber erst ab dem 17. oder 18. Lebensjahr offen. Nähere Informationen dazu findest du unter www.arbeitsagentur.de  (Menüpunkt "Bürgerinnen und Bürger" und dann auf "Zwischen Schule und Beruf") sowie bei der Berufsberatung.

Tipp: Mehr dazu findest du unter "Zwischenstationen" auf www.planet-beruf.de.