Bank, Versicherung & Co.

Glückwunsch zum Ausbildungsvertrag! Jetzt musst du bis zu deinem Ausbildungsstart noch ein paar Dinge erledigen. Als Azubi verdienst du dein eigenes Geld. Finanzielle Dinge solltest du jetzt selbst regeln.

Das eigene Konto


Deinen Lohn - die sogenannte Ausbildungsvergütung - kannst du nur auf ein Konto ausbezahlt bekommen. Hast du noch kein eigenes? Dann gehe schnell zu einer Bank und lass dir eines einrichten. Wenn du noch nicht volljährig bist, benötigst du dafür das Einverständnis deiner Eltern. Vergleiche die Angebote der Banken - bei manchen Kreditinstituten muss man z.B. als Azubi keine Kontogebühren zahlen.

Die elektronische Lohnsteuerkarte


Du musst jetzt auch Lohnsteuern zahlen. Dein Arbeitgeber erledigt das für dich. Er zieht den entsprechenden Betrag gleich von deiner Ausbildungsvergütung ab. Um den Steueranteil zu berechnen, gab es bisher die Lohnsteuerkarte. Seit Januar 2013 wurde die Karte aus Papier durch das elektronische Verfahren "ELStAM" (Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale) ersetzt. Wenn du deine Ausbildung 2016 beginnst und damit zum ersten Mal berufstätig bist, musst du  deinem Arbeitgeber diese Angaben machen:

  • deine Steueridentifikationsnummer
  • dein Geburtsdatum
  • unter Umständen deine Religionszugehörigkeit
  • eine schriftliche Bestätigung, dass die Ausbildung dein erstes Dienstverhältnis ist

Wenn die Ausbildung nicht dein erstes Dienstverhältnis ist, du verheiratet bist oder ein Kind hast, musst du bei deinem Finanzamt eine sogenannte Ersatzbescheinigung "Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale" beantragen.

Die Krankenversicherung


Als Azubi bist du krankenversicherungspflichtig. Das heißt, du bist Mitglied bei einer Krankenversicherung und zahlst dafür einen monatlichen Beitrag. Dein Arbeitgeber zahlt die Hälfte der anfallenden Beiträge. Ist deine Ausbildungsvergütung sehr niedrig, wird sogar der komplette Beitrag bezahlt. Prüfe, welche Krankenkasse für dich das beste Angebot macht.

Vermögenswirksame Leistungen


Vermögenswirksame Leistungen sind Sparbeträge, die der Arbeitgeber für den/die Arbeitnehmer/in anlegen kann. Dein Vorteil: Du sparst Steuern und erhältst oft noch einen Zuschuss des Arbeitgebers zum Sparbetrag. Dein Arbeitgeber und deine Bank beraten dich sicher gerne.

Ein Tipp: Haftung bei Schaden


Wenn du in deiner Ausbildungsfirma unabsichtlich einen Schaden verursachst - z.B. weil du etwas nicht gewusst oder nicht richtig aufgepasst hast - haftet das Unternehmen. Für einen Schaden, den du absichtlich anrichtest, musst du allerdings selbst einstehen. Schließe am besten eine private Haftpflichtversicherung ab, sobald du volljährig bist. Man kann nie ausschließen, dass man aus Unachtsamkeit einen Schaden anrichtet. In einem solchen Fall ist es gut, wenn man eine Haftpflichtversicherung hat. Die übernimmt dann nämlich die Kosten aus dem Schaden.