Geschafft - der Ausbildungsvertrag

Mit deiner Unterschrift unter dem Ausbildungsvertrag beginnt für dich ein neuer Lebensabschnitt. Du hast neue Rechte, aber auch neue Pflichten. Welche das sind, steht in deinem Ausbildungsvertrag. Lies ihn genau durch, bevor du ihn unterschreibst.

Die Probezeit


Die Probezeit ist eine "Testzeit" für beide Seiten zu Beginn deiner Ausbildung. Sie kann zwischen einem und vier Monaten dauern. In dieser Zeit kannst du überprüfen, ob du wirklich das Richtige für dich gefunden hast. Das Unternehmen prüft, ob du die Ausbildung in der vorgeschriebenen Zeit schaffen wirst. Während der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis von dir oder von deinem Arbeitgeber gekündigt werden - ohne zeitliche Frist und ohne Begründung.

Die Ausbildungsdauer


Für jeden Ausbildungsberuf ist die Ausbildungsdauer gesetzlich vorgeschrieben. Eine betriebliche Berufsausbildung dauert in der Regel zwischen 24 und 42 Monaten. Die Ausbildungsdauer kann auch verkürzt werden. Dazu muss dein Arbeitgeber davon überzeugt sein, dass du dein Ausbildungsziel schneller erreichst als vorgesehen.

Rechte und Pflichten


Im Ausbildungsvertrag wird unter anderem die Arbeitszeit festgelegt. Jugendliche dürfen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz nicht länger als acht Stunden am Tag und 40 Stunden in der Woche arbeiten. Auch die Höhe der Ausbildungsvergütung ist im Ausbildungsvertrag festgelegt. Und natürlich hast du auch Anspruch auf Urlaub.
Der Ausbildungsvertrag nennt auch deine Pflichten: Dazu zählt beispielsweise der Besuch der Berufsschule und die Bereitschaft, all die Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben, die dir dein Ausbildungsbetrieb und die Berufsschule vermitteln möchten.

Die Unterschriften


Der Ausbildungsvertrag ist nur gültig, wenn er von dir, von deinem/deiner künftigen Chef/in und - sofern du noch nicht volljährig bist - von deinen Eltern oder einem/einer anderen gesetzlichen Vertreter/in unterschrieben ist.

Und wenn es Probleme gibt?


Die Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammern passen auf, dass die Berufsausbildung ordnungsgemäß durchgeführt wird. Bei Schwierigkeiten in der Ausbildung kannst du dich an die für deinen Ausbildungsbetrieb zuständige Kammer wenden. Außerdem ist die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit immer als Ansprechpartner für dich da.

Tipp: Hast du dich auch bei anderen Betrieben beworben? Dann sage dort erst ab, nachdem du deinen Ausbildungsvertrag auch wirklich unterschrieben in der Hand hältst.